Einkaufen in familiärer Atmosphäre

FRANKENBERG (baz). Die besondere Atmosphäre in der Frankenberger Rathausschirn ist es, die für viele Stammkunden das Besondere des Landfrauen-Wochenmarktes ausmacht, der an jedem Samstag von 8.30 bis 12 Uhr aufgebaut wird. Doch das ist längst nicht alles.

"Wir sind wie eine große Familie", betont Marianne Schüler, die von Anfang an zum festen Stamm der 20 Anbieter gehört. Konkurrenz gebe es nicht. Im Gegenteil: Findet ein Kunde an dem einen Stand nicht, was er sucht, wird er direkt an den anderen weitervermittelt. So mancher Besucher kommt auch einfach vorbei, um ein wenig zu plaudern oder um sein Herz auszuschütten.

Gegründet wurde der Wochenmarkt vor 20 Jahren. Zunächst interessierten sich nur wenige für den Markt. Doch dann präsentierten sich die Landfrauen auch auf Hoffesten und bei anderen Gelegenheiten und gewannen auf diese Weise immer mehr Kunden. Seit m Hessentag 1989 hätten die Markt-beschicker sogar Kunden, die extra aus Frankfurt anreisen, berichtet Marianne Schüler. In den ersten Jahren gab es im Winter eine Pause. Inzwischen werden in der kalten Jahreszeit Wirsing, Kraut und andere Gemüsesorten angeboten, die in Gewächshäusern angebaut werden. Das hat für die Landfrauen einen großen Vorteil: Denn früher war es nach der Winterpause gar nicht so leicht, die Kunden wieder anzulocken.

Zum Angebot des Wochenmarktes in der Rathausschirn gehören Hausmacherwurst, Rohmilchkäse, Kuchen, Marmelade, Kartoffeln, Honig und vieles mehr. Die Ware stammt aus der Region und ist den Jahreszeiten angepasst.

Alle vier Wochen treffen sich die Landfrauen zum Stammtisch. Dann werden auch mögliche Unstimmigkeiten diskutiert und aus der Welt geschafft, erläutert Marianne Schüler, "aber niemals vor dem Kunden".

Für die Direktvermarkter-Messe in der Bad Wildunger Wandelhalle am 3. Oktober haben sich die Landfrauen so manche Besonderheit überlegt: Es gibt frische Schepperlinge und auch ein nostalgisches Waffeleisen kommt zum Einsatz. Zudem führen die Landfrauen vor, wie Sauerkraut eingelegt wird. Dazu halbieren sie die Weißkrautköpfe, hobeln das Kraut, würzen es und drücken es in einen Steintopf. "So fest, dass der Saft rauskommt", sagt Marianne Schüler. Das Ganze wird mit Krautblättern, Tuch und Holzbrett oder Schieferplatte abgedeckt und muss sechs Wochen ruhen. "Das funktioniert auch im Einmachglas, aber dann muss noch Buttermilch dazu", sagt die Landfrau.

Für die Besucher halten die Landfrauen auch in der Badestadt wie gewohnt jede Menge Tipps bereit. "Das Wichtigste bei der Direktvermarkter-Messe ist nicht der Verkauf, sondern zu zeigen, was es in Waldeck-Frankenberg alles gibt", hebt die Fachfrau aus Frankenberg hervor.

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Aktionen 2017

Wir bieten jeden Monat ein besonderes Thema mit Artikeln aus unserer Produktion.


7. Januar

Neujahrsempfang für die Marktkunden


4. Februar

Schlachteessen


4. März

Speisen mit Forellen aus der Region


26. März

Ostereier mit Naturfarben gefärbt


13. Mai

“Schönes zum Muttertag“


3. Juni

Erdbeeren in ihrer Vielfalt


1. Juli

30 Jahre Landfrauen-Wochenmarkt


5. August

Begegnung der Kulturen


2. September

Kartoffeldruck


7. Oktober

Kerzen ziehen


4. November

Schlachteessen


2. Dezember

Weihnachtsplätzchen hausgemacht