Die Hofgemeinschaft 

 

Der Basitenberghof in Friedrichshausen - einem kleinen Dorf in der Nähe von Frankenberg/Eder - ist seit 1993 anerkannter Biolandbetrieb und wird von Ernst van Bentum und Ute Siefert-Saalfrank geführt. Die Käseherstellung liegt in der Hand von Dörte Stölting-Keute.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche

Mittlerweile werden ca. 50 ha landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet, davon 28 ha Ackerland, auf dem Futtergetreide, Körnerleguminosen und Feldfutter in einer siebenjährigen Fruchtfolge angebaut werden. Die restliche Fläche besteht aus Dauergrünland.

Die Viehhaltung

Wichtigstes Anliegen in der Viehhaltung ist uns, unsere Tiere möglichst artgerecht bei gleichzeitig günstigen arbeitswirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu halten. Dieses Ziel haben wir mit Abschluss der Stallumbauten im Oktober '95 erreicht. So stehen nun den Tieren geräumige Ställe und Laufhöfe zur Verfügung. Betriebsmittelpunkt stellt die 35köpfige Braunvieh-Milchviehherde dar. Wenngleich mit erheblichem Mehraufwand verbunden wird großer Wert auf den täglichen Weidegang in den Sommermonaten gelegt. Desweiteren werden noch 30 bis 40 Rinder sowie ein Zuchtbulle gehalten. Mit Aufnahme der Käserei wurden ca. 20 Mastschweine zur Verwertung der Molke aufgestallt.

Die Biogasanlage

Der Mist der Tiere und eigens hierfür angebaute Feldfrüchte (z.B. Ölrettich und Wicke) wandern in die hofeigene Biogasanlage und werden hier unter anaeroben Bedingungen vergoren. Das Biogas wird ausschließlich zur Kraft-Wärme-Kopplung in einem Block-Heizkraftwerk genutzt, d.h. Erzeugung von elektrischer Energie bei gleichzeitiger Nutzung der Abwärme zu Heizzwecken.. Der Faulschlamm -das Endprodukt des Vergärungsprozesses -stellt einen hochwertigen organischen Dünger dar, der im Gegensatz zu Gülle nahezu geruchlos und nicht ätzend ist und somit problemlos selbst in stehende Pflanzenbestände ausgebracht werden kann.

Die Käserei

Mehr als die Hälfte der ermolkenen Milch wird in der hofeigenen Käserei bereits seit 1992 zu Rohmilchkäse verarbeitet. Morgens nach dem Melken wird die Milch direkt vom Stall zur Käserei transportiert und dort im Käsekessel soweit erwärmt, dass die Kultur, also Milchsäurebakterien (z.B. Joghurt oder Buttermilch) in die jetzt warme Milch gegeben werden kann. Nach einer je nach Käsesorten spezifischen Zeit, in der die Milch weiter erwärmt wird, dicken wir mit Lab (ein Enzym aus dem Labmagen der Kälber) das Milch-Kultur Gemenge ein. Nach einer halben Stunde Labzeit entsteht die Gallerte. Diese wird mit der Käseharfe von Hand geschnitten, so dass ein je nach Käseart verschieden großer Bruch entsteht. Der Bruch wird nun gewaschen (Molke entnommen und durch Wasser ersetzt), erwärmt und dabei ausgerührt. Nach 1,5 bis 2 Stunden wird der Bruch in Formen abgefüllt und der junge Käse in regelmäßigen Intervallen gedreht. Erst am nächsten Morgen kommt die Käsepartie für ca. 14-48 Stunden ins Salzbad, für das wir ausschließlich Meersalz verwenden. Danach wird der Käse im klimatisierten Reifekeller gelagert, in dem er 3-5 Wochen reift. Während dieser Zeit wird der Käse jeden zweiten Tag mit Salzwasser abgebürstet, so dass sich eine schmackhafte und unbehandelte Rotschmiererinde bildet, die mitgegessen werden kann. Auf dem Basitenberghof stellen wir 11 verschiedene Käsesorten her: Hofkäse, Möhrenkäse, Thymiankäse, Knoblauchkäse, B asilikum-Knoblauchkäse, Pfefferkäse, Kümmelkäse, Bockshornkleekäse, Friedrichshäuser oder Hessengouda (alles Schnittkäse mit einem Fettgehalt von mind. 50 % Fett i.d.TM), einen Weichkäse mit Weißschimmel, den Kuhweiß und einen mit Rotschmiere nach Münsterart, den Kuhgold. Zudem bieten wir mehrmals im Jahr einen saisonalen Käse an (z.B. mit Bärlauch, Dill, Rosenblütenblätter, Chilli), der sonst nicht im Sortiment enthalten ist.

Fleisch und Fleischverarbeitung

Auf Bestellung kann ab Hof von unseren Schlachttieren (Rind und Schwein) Fleisch lose oder portionsfertig eingeschweißt bezogen werden. Hinzu kommen v.a. in den Sommermonaten Grillwürstchen, die wir ständig tiefgefroren für Sie bereithalten.

 

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