Landfrauen ausgezeichnet

Stiftung Lebendige Stadt ehrt Europas schönsten Wochenmarkt

Anerkennung für Frankenberger Konzept

Frankenberg (baz/r). 103 Städte hatten sich beworben, sechs wurden ausgezeichnet. Frankenberg gehörte dazu und bekam den Sonderpreis für die "pfiffigste Idee". Die Stiftung Lebendige Stadt hat Europas schönsten Wochenmarkt gesucht.

"Bei der Bewerbung haben wir Fotos, Berichte, Karten, Gedichte und Briefe eingereicht, die mit dem Wochenmarkt zu tun haben", sagt Evelin Jacobs, Wirtschaftsförderin der Stadt Frankenberg. Gemeinsam mit Elfriede Höhne, Helga Valentin und Marianne Schüler, die zu den Gründerinnen des Wochenmarktes der Landfrauen gehören, nahm sie die Urkunde am Donnerstagabend im Dortmunder Rathaus entgegen.
Der erste Preis, dotiert mit 15000 Euro, ging an den Grünmarkt der Stadt Nienburg. Eine Fachjury unter dem Vorsitz des Düsseldorfer Architekten Hermann Henkel verlieh zudem Anerkennungen für die Wochenmärkte in Bremen, Münster und Freiburg im Breisgau. Eine Sonderanerkennung für besonderes bürgerschaftliches Engagement bekam der Ölbergmarkt in Wuppertal.

Als preiswürdig erachtet wurden innovative und lebendige Wochenmarktkonzepte, die sich durch Angebotsvielfalt, Qualität und attraktive Warenpräsentation auszeichnen, teilt die Stiftung mit. "Natürlich waren uns darüber hinaus ökologische und wirtschaftliche Gesichtspunkte besonders wichtig - denn die ausgezeichneten Wochenmarktkonzepte sollen nicht nur außergewöhnlich schön sein, sondern auch zur Nachahmung geeignet sein", sagte Dr. Andreas Mattner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebendige Stadt.

"Die Idee des Wochenmarktes der Landfrauen kam auch deshalb so gut an, weil er auch in anderen Städten umgesetzt werden kann", sagt Jacobs. Zudem seien die Landfrauen bereit gewesen, klein anzufangen und den Markt weiterzuentwickeln. "Die Landfrauen können stolz sein", sagte sie. Nach der Preisverleihung seien sie mehrfach angesprochen worden. Viele seien auf den Frankenberger Wochenmarkt neugierig geworden. "Erfolg ist, was wir daraus machen", sagte Bürgermeister Christian Engelhardt gestern. Der Erfolg des Wochenmarktes der Landfrauen solle fürs Stadtmarketing genutzt werden. Umweltminister Wilhelm Dietzel habe vor Monaten vorgeschlagen, dass Frankenberg an dem Wettbewerb teilnehmen solle, sagt Engelhardt. "Die Auszeichnung passt zum Rathausjubiläum", freute sich der Rathauschef und stellte fest, dass der Frankenberger Wochenmarkt der mit Abstand kleinste unter den preisgekrönten ist. Umso höher sei die Auszeichnung zu bewerten.

Bei der Verleihung der Sonderanerkennung für den Wochenmarkt der Landfrauen Frankenberg (vorne, von links): Evelin Jakobs, Elfriede Höhne, Helga Valentin und Marianne Schüler.
 

Der Nienburger Grünmarkt etwa werde von bis zu 2500 Besuchern am Tag besucht. Auch wenn der schönste Wochenmarkt Europas gesucht worden war - von den 103 eingereichten Konzepten stammten 90 aus Deutschland. In einer ersten Runde hatte die Jury 22 Bewerber ausgewählt, aus denen dann die sechs besten während einer Feierstunde mit Ansprachen und Opernmusik im Dortmunder Rathaus geehrt wurden. "Das war alles sehr ergreifend, sehr festlich und sehr herzlich", fasst Jacobs die Feier zusammen.

Der Stiftungspreis der Lebendigen Stadt ist in diesem Jahr bereits zum achten Mal verliehen worden. In den vergangenen Jahren wurden Städte zum Beispiel für vorbildliche Platzgestaltung, das beste Museumskonzept und beste Parkraumkonzept ausgezeichnet. Ziel der Stiftung ist es, die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der europäischen Städte zu fördern.

Quelle: FZ vom 29. November 2008

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